Ab ins Museum

Während dem letzten Rennen zur Internationalen Deutschen Motorrad Meisterschaft am vergangenen Wochenende auf dem
Hockenheimring wurde eine Yamaha TZ 350 offiziell der RaceBikeCollection im Technik Museum Speyer übergeben.
Bei dieser Yamaha-Rennmaschine handelt es sich um eine besondere TZ 350. Dies ist das Original-Motorrad mit dem der
Lampertheimer Manfred Herweh den Großen Preis von Deutschland am 26.09.1982, also vor fast genau 34 Jahren, am
Hockenheimring gewonnen hatte.
Es war ein historischer Sieg, da dieser Grand Prix der 350er Klasse der letzte aller Zeiten war. Herweh, der 1984 Vize-
Weltmeister in der 250er Klasse wurde, konnte sich somit als letzter Fahrer in die Grand Prix-Siegerliste der 350er Kategorie
eintragen.
Die Übergabe erfolgte in Anwesenheit von Yamaha Deutschland Chef Jörg Breitenfeld an Franz Rau, der die RaceBikeCollection im Technik Museum Speyer organisiert. Auch der damalige Teamsponsor Reinhard Schüller und Hans-Peter Loda, der
Eigentümer der Yamaha-Rennmaschine freuten sich mit dabei zu sein und die Yamaha bei ihrer letzten Fahrt zu begleiten.

Boxer-Cup BMW im Technik Museum

Im Technik Museum in Speyer am Rhein wurde im Oktober in der Raumfahrthalle die neue Sonderausstellung „100 Jahre BMW – Faszination Bayerische Motoren Werke“ eröffnet. Die Bayerischen Motoren Werke (BMW) feierten im Frühjahr am 7. März den 100.Geburtstag. Das Museum präsentiert BMW-Fahrzeuge, die Geschichte schrieben.
Neben der Battle of Twin (BOT) BMW R 100 RS mit der Herbert Enzinger aus dem bayrischen Ainring 1988 Dritter in der Deutschen Meisterschaft der BOT-Klasse wurde, ist ab sofort auch das Siegermotorrad vom BMW Motorrad BoxerCup der Saison 2003 zu sehen.
Mit dieser BMW R 1100 S gewann Andreas Hofmann (Schweiz) nach neun Läufen die Gesamtwertung 2003. Der Eidgenosse siegte beim Rennen in Spa-Francorchamps/Belgien und wurde zweimal Zweiter sowie dreimal Dritter. Der dreimalige deutsche Superbike-Meister belegte davor 2001 und 2002 jeweils den dritten Gesamtrang beim BMW BoxerCup.
Andreas Hofmann ging für das Motorrad Senger Racing Team von BMW-Händler Motorrad Senger aus Rüsselsheim am Main an den Start.

Moto Classic, Luxemburg, 16.-17. Juli 2016

Ein Bericht zur Veranstaltung
RACE-Bulletin 4.2016 Bericht Luxembourg [...]
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ADAC Sachsenring Classic, Sachsenring,                      10. - 12. Juni 2016

Grand Prix Feeling

 

Eine arbeitsreiche Woche hatten die Piloten der der Klassik Trophy Anfang Juni zu bewältigen: Zwei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden brachte für einige eine Menge Arbeit mit sich. Doch zunächst der Reihe nach.

Traditionell stand am ersten Juni-Wochenende das Flugplatzrennen in Wallürn auf dem Kalender. Mittlerweile ist es das letzte seiner Art, Flugplatzrennen gibt es nicht mehr in Deutschland. Schade, denn kommt doch so der Rennsport zu den Zuschauern selbst in vom Motorsport verwaiste Regionen. Denn die lokalen Besucher fahren nicht zu den bekannten Motorsportarenen.

 

Aber Walldürn stand unter keinem guten Stern. Die widrigen Wetterverhältnisse machte auch vor dem Odenwaldstädtchen nicht halt. Während am Freitag und Samstagmittag noch Sonnenschein herrschte, braute sich vor den ersten Rennen ein Unwetter zusammen. Dies entlud sich mit extremen Starkregen und Gewitter, sodass der Katastrophenschutz mit vollem Programm anrückte. Die Einsatzleitung unterbrach nicht nur den weiteren Fortgang der Veranstaltung, sondern evakuierte teilweise die Teilnehmer.

 

Nach rund einer halben Stunde war zwar das Gewitter vorbei, aber das Gelände samt Strecke glich einem Badesee. Von den Feldern hatte es die Erde auf die Landebahn gespült. Transporter, Zelte, Maschinen standen in weiten Teilen des Areals bis zu den Achsen im Wasser. Angesichts dieser Situation und den noch gemeldeten weiteren Gewittern entschloss sich die Rennleitung zur Absage der Veranstaltung. Hoffen wir, dass dies nicht das Ende des letzten Flugplatzrennens bedeutet, denn die Flurschäden und anderen Kosten wurden bislang noch nicht beziffert.

 

Dafür wurden die Fahrer der Zweitaktklassen und der Klassik 83 eine Woche später bei den Sachsenring Classics doch entschädigt. Mit den vom Veranstalter veröffentlichen rund 30 000 Besuchern kam bei den Piloten echtes Grand-Prix-Feeling vergangener Tage auf.

 

Bereits am Samstag fand für alle 3 Klassen schon der erste Rennlauf statt. Bei den Viertaktern bis Baujahr 1983 bildete sich gleich von beginn an eine Dreiergruppe mit dem Engländer Luke Notton (Seeley-AJS 500), Patrick Gleim (Guzzi 1000) und Andreas Trottenberg (Suzuki 1000), die vehement um die Führung kämpfte. Schließlich gewann Gleim mit einer Sekunde vor Trottenberg und Notton. Dahinter etablierte sich ein weiteres Trio, das Sören Bauer (Ducati TT 750) vor Andreas Tappe (Guzzi Le Mans) und dem Eidgenossen Hansueli Hug (Honda CB 500) für sich entschied.

Am Sonntag wurde der 2. Rennlauf durch einen Sturz von Jürgen Schleimer, der mit Karsten Guhra kollidierte, vorzeitig abgebrochen werden und wurde nicht mehr neu gestartet.

 

In der Division 1, der älteren Zweitaktrennen, entspannte sich sofort ein Zweikampf zwischen dem Dänen Kenny Matthiesen und Luke Notton, beide auf den TZ 350 Yamahas. Am Ende war es dann doch der Engländer, der zwei Sekunden Vorsprung herausholen konnte und siegte. Das Tempo des Führungsduos konnten Stefan Tennstädt (Rotax 250) und Richard Peers-Jones (Yamaha 350) nur bedingt mitgehen und mussten sich in dieser Reihenfolge mit den nächsten Plätzen zufrieden geben. Frank Kunzmann mit der 125er Honda holte sich gegen die hubraumstärkere Konkurrenz den respektablen Platz 5 im Feld der 40 Starter.

Leider wurde auch in dieser Klasse am Sonntag der zweite Lauf vorzeitig abgebrochen, nachdem Heinz Meidinger und Heinz Schmid gestürzt waren.

 

Bei den moderneren Zweitaktern gaben am Samstagrennen die Lokalmatadoren mit ihren 125ern gegenüber den größeren Maschinen klar den Ton an. Patrick Unger (Aprilia RSW 125), dessen Vater nur wenige Meter von der Rennstrecke als Kawasaki und Ducati-Händler die beiden Marken vertritt, holte sich unangefochten den Sieg vor dem Youngster Adrian Hähle (Honda RS 125) und Sirko Wache (KTM 125). Dahinter war es dann Mario Lindner (Honda RS 250) der sich Chris Meyer (Honda 125) und Hans-Peter Loda (Yamaha 250) vom Leib halten konnte. Ein äußerst spannendes Duell gab es um Rang sieben. Innerhalb einer Sekunde überquerten die drei Kampfhähne Bert Hübner (Yamaha250), Stefan Tennstädt (Rotax 250) und Sven Bennin (Yamaha 250) die Ziellinie, nachdem sie vorher schon unzählige Male die Position gewechselt hatten.

 

Lauf zwei wurde im strömendem Regen ausgetragen. Auch hier waren die 125er wieder tonangebend. Während Unger dem Feld kontrolliert voraus fuhr, startete der aus der Boxengasse gestartete Wache eine sehenswerte Aufholjagd. Fahrer für Fahrer schnupfte er sich auf, fuhr eine schnelle Runde nach der nächsten und lag am Ende nur wenige Sekunden hinter Unger. Auf Rang drei dann der erst 18jährige Adrian Hähle vor Mario Lindner (Honda RS 250) und Stefan Tennstädt, der anschließend seinen 63. Geburtstag gebührend feierte. Chris Meyer brachte erneut die Honda vor Ivo Hasnek (Aprilia 250) ins Ziel.

Im Kreise der Könner, Rennen Nürburgring

Hielt mit den Superbikes tapfer mit: Timo Schönhals, Yamaha R 6.

Als Gastklasse beim der IDM Superbike Siegerlandpreis starteten die Viertaktklasssen der Klassik Trophy auf Deutschlands schönster Rennstrecke,dem Nürburgring. Gespannt war man, wie sich die hubraumschwächeren 600er, 400er und die Twins im Feld der Superbikes schlagen würden. Und eines kann vorweg gesagt werden, es klappte hervorragend., ein Modell für zukünftige Events.

 

Auch der Wettergott spielte mit reichlich Sonne an alles drei Tagen mit. IM Training hatte zwar Timo Schönhals mit der 600er Yamaha die schnellste Zeit vorgelegt, aber in Rennen 1 versiebte er den Start. So setzte sich Dieter Bauernfeind auf der Aprilia Mille an die Spitze und gewann auch den Lauf vor Schönhals. Allerdings endete der Sieg noch mit einem Sturz des Aprilia-Piloten: Der Rennleiter hatte vergessen ihn ab zuwinken, sodass Bauernfeind nichts ahnend im Renntempo die Auslaufrunde weiterfuhr bis zum unverschuldeten Sturz.

 

Dahinter duellierten sich runden lang Harry Fath (Ducati) und Peter Ammann (Honda RC 30), die sie in dieser Reihenfolge auch beendeten. Der erst 17jährige Nikolai Kraft (Suzuki GSX-R 600) setzte sich noch gegen den ehemaligen Deutschen und Europameister Manfred Fischer (Honda RC 30) und Andreas Braun (Kawasaki ZXR 750) durch.

 

Trotz gemeinsamer Bemühungen der Trophy-Familie die Aprilia von Bauernfeind für Rennen zwei wieder rennfertig zu machen, musste er schweren Herzens auf den Start verzichten: Der Kühlwaserkreislauf hatte etwas abbekommen und war Leck. Somit wurde Schönhals seiner Favoritenrolle gerecht und gewann. Dahinter revanchierte sich Peter Ammann für die Niederlage in Lauf 1 und verwies Harry Fath und Manfred Fischer auf die nachfolgenden Ränge. Uwe Zimmermann fuhr seine Suzuki SV 650 auf Platz fünf, vor Andreas Braun und Michael Burkard (Yamaha FZR 750 R) und Franz Braun auf der Moko-Suzuki.

 

Ein ereignisreiches Wochenende im Umfeld der Internationalen Deutschen Meisterschaft überbrückt die Pause bis zum nächsten Lauf in Walldürn, wo wieder alle Klassen am Start sind.

 

Alle Ergebnisse unter: www.klassik-motorsport.com

Alte Liebe rostet nicht, war schon in der Pro Superbike unterwegs: Harry Fath Ducati 996